Mogelpackungen im Einzelhandel: Noch immer ein Problem

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Wer im Supermarkt unterwegs ist und verpackte Lebensmittel kauft, erhält oft weniger als gedacht. Mogelpackungen suggerieren mehr Inhalt und halten ihr Versprechen nicht. Sowohl der Verbraucherschutz als auch die Stiftung Warentest kritisieren dies seit Langem. Auch neue Röntgenaufnahmen bestätigen: Bisher hat sich nicht viel verändert.

Verbraucherschutz prüft Verpackungen

Die Hamburger Verbraucherzentrale hat sich nun intensiver mit dem Problem „Mogelpackung“ befasst und verschlossene Gebinde geröntgt. Das Ergebnis zeigt, wie häufig Mogelpackungen heute noch sind. Eine Verpackung ist laut Untersuchung durchschnittlich zu 41 Prozent mit Luft befüllt. Manche Gebinde jedoch überschritten diesen Wert erheblich und enthielten sogar über achtzig Prozent Luft. Sogar bei Verpackungen, die mit Sichtfenstern ausgestattet waren, nutzten Hersteller verschiedene Tricks, um den tatsächlichen Füllstand zu verschleiern. Für den Verbraucher ist das immer wieder ein Ärgernis.

Zu viel Abfall, kaum Veränderung

Das Problem mit Mogelpackungen ist, dass sie viel Abfall produzieren, da es sich schlicht um zu viel Verpackungsmaterial für zu wenig Ware handelt. Der Kunde jedoch kann nur wenig tun, denn ihm erschließt sich die Frage nach dem tatsächlichen Füllstand meist erst nach dem Öffnen der Packung. Hersteller nämlich wissen: Der Verbraucher kauft gerne, wenn Packungen viel Inhalt versprechen und denkt dabei nur selten darüber nach, ob es sich um Mogelpackungen handelt. Erneut scheint es auch hier beim Kunden selbst zu liegen, eine Veränderung herbeizuführen. Durch Schütteln oder Umdrehen lässt sich manche Täuschung schnell entlarven. Gut ist es dann, das Produkt nicht zu kaufen, um Hersteller zum Umdenken zu zwingen.
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Übrigens ist am 27.01.2019 in einigen Städten Verkaufsoffener Sonntag. Auch einige Supermärkte beteiligen sich daran. Schlendern Sie doch mal durch Ihren Lieblings-Supermarkt und schauen sich die Produkte etwas genauer an. Hier können Sie morgen einkaufen:

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