Lidl: Keine Kochboxen mehr

Haben Kochboxen noch eine Zukunft?

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(Foto: © Zerbor )

Kochboxen sind durchaus beliebt. Es gibt inzwischen einige Anbieter, die ihren Kunden regelmäßig Kartons mit Lebensmitteln und dazu passenden Rezepten zukommen lassen. Das Geschäft jedoch ist schwierig. Auch Lidl hatte sich an diesem Konzept versucht und 2015 das insolvente Startup Kochzauber übernommen. Das Projekt aber wurde den Erwartungen des Einzelhändlers nicht gerecht und muss nun eingestellt werden.

Keine Jobverluste

Lidl hatte versucht, Kochzauber zu reanimieren, indem sowohl stationär als auch online Kochboxen inklusive Rezepten verkauft wurden. Auch im Ausland sollten eigene Kochboxen für eine stabilere Basis sorgen. Die Kundschaft allerdings fühlte sich nur unzureichend angesprochen von diesem Angebot. Da Lidl auch die rund 33 Mitarbeiter von Kochzauber übernommen hatte, muss sich das Unternehmen nun mit deren Zukunft befassen. Fest steht, dass keiner von ihnen seine Festanstellung verliert. Der Einzelhändler will jedem Mitarbeiter eine alternative Position anbieten.

Kochboxen als komplizierte Existenzgrundlage

In Deutschland gibt es insgesamt drei größere Anbieter für Kochboxen, die häufig auf Messen vertreten sind. Aus Insiderkreisen allerdings geht hervor, dass die Unternehmen sich mit weit weniger Umsätzen begnügen müssen, als häufig vermutet. Von echter Profitabilität sind die meisten von ihnen weit entfernt. Dass Lidl mit Kochzauber nun die Reißleine gezogen hat, dürfe die Konkurrenz daher freuen. Ob sich Kochboxen langfristig durchsetzen können, bleibt dennoch abzuwarten.
Viele Kunden möchten auch lieber selber über gute Qualität bei Obst und Gemüse entscheiden.

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