Das langsame Sterben der Werbeprospekte

Das langsame Sterben der Werbeprospekte
Darum gibt es bald keine Werbeprospekte mehr - Symbolbild: © Jamrooferpix - stock.adobe. com

Seit Jahrzehnten flattern Woche für Woche unzählige Werbeprospekte in die deutschen Haushalte. Oft landen sie ungelesen im Papiermüll. Noch vor einigen Jahren haben sich die Menschen Zeit genommen die Prospekte durchzublättern und sich über Sonderangebote zu informieren. Doch in Zeiten des Internets nutzen viele lieber die Onlineausgaben oder Apps der Einzelhändler. Das haben einige Unternehmen zum Anlass genommen die Werbeprospekte einzustellen. So gibt beispielsweise Obi schon seit Juni 2022 keine Prospekte mehr heraus. Die Supermarktkette Rewe kündigte an zum 01.07.2023 den Druck und die Verteilung von Werbeprospekten einstellen zu wollen. Sicher werden andere Einzelhändler diesem Beispiel folgen. Ikea hat bereits 2021 die Verteilung der Kataloge eingestellt.

Wie erfahre ich nun von Sonderangeboten?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel liegen in den Supermärkten am Ausgang immer einige Werbeprospekte aus, die man sich mitnehmen kann. Auch kann man vor dem Einkauf auf der Webseite der Einzelhändler die aktuellen und kommenden Angebote durchstöbern. Am einfachsten geht es meist mit den Apps der Unternehmen. Aldi, Lidl, Rewe, Netto, Netto Markendiscount, Edeka, Penny und andere haben eine eigene App, in der man die Angebote der aktuellen Woche sehen kann. In der Regel gibt es ein kleines Icon mit dem man gewünschte Artikel auf eine “Einkaufsliste” setzen kann. Ist man dann im Geschäft braucht man nur noch auf diese Einkaufsliste schauen.

Einkaufsliste ist nicht gleich Einkaufsliste

Allerdings ist der Service “Einkaufsliste” sehr unterschiedlich gestaltet. Während man bei z.B. Aldi und Kaufland auf der Einkaufsliste sieht wann das Produkt im Angebot ist sowie die Möglichkeit hat auf die Detailseite mit Preis und weiteren Informationen zu gelangen, wird beispielsweise bei Netto und Netto Markendiscount nur der Produktname in der Einkaufsliste angezeigt und ein Hinweis wann es im Angebot ist. Will man aber den Preis oder andere Infos haben, muss man sich das Produkt nochmals raussuchen. Das ist kontraproduktiv. Gut ist aber, dass man die Artikel auf der Einkaufsliste in allen Apps schnell löschen kann. Lesen Sie dazu auch: Wie das Handy beim Einkauf helfen kann

Weitere Services der Apps

Einige der Apps bieten aber noch mehr. So findet man beispielsweise in den Apps von Rewe, Aldi und Kaufland auch Rezepte. In der Lidl App kann man gleich im Onlineshop einkaufen und mit der Netto Markendiscount App kann man bezahlen. In der Penny App gibt es Vorteilscodes mit denen man einige Angebote günstiger bekommt. Probieren Sie es doch am nächsten verkaufsoffenen Sonntag mal aus! Zur Übersicht Verkaufsoffener Sonntag in Deutschland

Es liegt also an jedem Verbraucher wie er sich über die Sonderangebote informiert. Sicher ist nur, dass es in einigen Jahren keine oder kaum noch Werbeprospekte geben wird.

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