Kaufland: Konsequenzen im Streit mit Unilever

Keine Unilever Produkte mehr bei Kaufland

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Bereits einige Monate lang kriselt es in der Beziehung zwischen der Einzelhandelskette Kaufland und dem Lebensmittelkonzern Unilever. Steigende Preise, wie sie Unilever in Aussicht gestellt hat, will sich Kaufland nicht leisten, denn auch der Kunde würde benachteiligt. Daher greifen die Verantwortlichen nun zu drastischen Mitteln. Die Geschäftsbeziehung steht vor dem Aus.

Marktübliche Preise nicht haltbar

Dass Unilever mehr Geld für seine Produkte haben will, nimmt Kaufland nicht hin. Dies nämlich würde nicht nur steigende Kosten im Einkauf, sondern auch einen Preisaufschlag im Verkauf mit sich bringen. In diesem Fall müsste Kaufland die Teuerung an seine Kunden weitergeben, was die Kette dieser jedoch nicht zumuten will. Aus diesem Grund kündigt Kaufland nun zum 31. Dezember seine Geschäftsbeziehungen zu Unilever. In den Regel werden daher Produkte der Marken Pfanni, Knorr, Mondamin, Duschdas, Dove sowie Signal nicht mehr zu finden sein. Lediglich beim Eis will Kaufland einige Ausnahmen machen.

Unilever hält sich bedeckt

Was Unilever selbst von der Kündigung des Vertragsverhältnisses hält, liegt noch im Dunkeln. Die Verantwortlichen äußerten sich bisher noch nicht in einer öffentlichen Stellungnahme. Es scheint jedoch so zu sein, dass der Abschied von Kaufland nicht so schmerzhaft ausfällt wie erwartet. Kaufland nämlich habe in den vergangenen Jahren weniger Absatzsteigerungen verzeichnet, dafür jedoch stetig optimierte Konditionen verlangt. Es könnte also sein, dass es sich in diesem Fall um eine einvernehmliche Trennung handelt.
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Übrigens ist auch am 30.12.2018 in einigen Städten Verkaufsoffener Sonntag:

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