IKEA: Neue Kollektion für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit

Neue Ikea Kollektion

Das Ikea Logo
Foto: Tkni

Menschen, die mit körperlichen Beeinträchtigungen leben, haben besondere Bedürfnisse. Dem Außenstehenden ist es dabei oft nicht bewusst, dass gewöhnliche Tische, Stühle und Alltagsgegenstände von manchen Personen nicht ohne Weiteres genutzt werden können. Spezielle Möbel wiederum wirken häufig unattraktiv und transportieren ein gewisses Sanitätshaus-Flair. Ikea ändert das nun mit einer neuen Kollektion.

Ästhetische Ansprüche und Bedürfnisse vereint

An der Kollektion „Omtänksäm“ haben Physio- und Ergotherapeuten mitgewirkt. An der Seite von Designern entstanden so Möbelstücke und Accessoires, die nicht nur praktisch, sondern auch stilvoll sind. Die Zielgruppe, die Ikea damit anspricht, ist größer als oft gedacht. Etwa 15 Prozent der Menschen weltweit sind von körperlichen Einschränkungen betroffen und in Deutschland schreitet die Überalterung der Gesellschaft voran. Bereits jetzt ist etwa jeder fünfte Mensch in der Bundesrepublik älter als 65 Jahre.
Teil der Ikea Kollektion sind beispielsweise ein speziell designter Sessel, der für leichteres Aufstehen sorgt und ein Tisch ohne Unterbau für Rollstuhlfahrer. Accessoires wie Greifmatten, rutschsichere Schüsseln und Schuhlöffel sollen das Alltagsleben verbessern.

Ein Wechsel der Perspektive ist oft nötig

Um eine Kollektion für körperlich eingeschränkte Menschen zu designen, braucht es einen Perspektivwechsel. Das haben auch die Verantwortlichen bei Ikea erkannt. Die mit dem Projekt betraute Mitarbeiterin erlitt bereits einen Schlaganfall und hat eine Mutter, die zu Lebenszeiten unter Parkinson litt. Dies ermöglichte einen Einblick in die besonderen Bedürfnisse, die die Kollektion befriedigen können muss, ohne dabei das Design aus den Augen zu verlieren.
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