H&M: Kein brasilianisches Leder mehr

(Foto: © Zerbor )

Die verheerenden Brände am Amazonas halten die Welt auch Wochen nach ihrem Bekanntwerden in Atem. Niemand möchte eine Mitschuld am Verschwinden des wohl wichtigsten Regenwaldes der Welt sein und viele Menschen sind es dennoch. Soja für die Massentierhaltung und auch Leder stammen aus Südamerika, wo der Regenwald für die Haltung von Rindern und Sojaplantagen gerodet wird. H&M macht nun mit Leder aus Brasilien Schluss.

Verbote für eine bessere Welt

Die Verbindung zwischen der Rinderhaltung und der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes ist stark. Auch international wissen die meisten Menschen inzwischen, dass der Wald vornehmlich für den westlichen Konsum gerodet wird. Um sich hieran nicht weiter zu beteiligen, verbietet H&M nun den Einkauf von Leder aus Brasilien. Das Unternehmen möchte hieran so lange nichts ändern, bis sich eine Alternative ergibt, die keine Schäden mit sich bringt. H&M ist übrigens nicht das einzige Unternehmen, das diese Entscheidung getroffen hat. Unter anderem verzichten auch Vans und Timberland auf das südamerikanische Leder.

Konsum mit Auswirkungen

Für Verbraucher in Deutschland ist es oftmals schwer zu begreifen, wenn sich ihr Konsum auf die Zustände in anderen Ländern oder gar auf anderen Kontinenten auswirken soll. Dennoch spielen Entscheidungen in Läden und an Kassen eine bedeutende Rolle im Thema Klimaschutz und globale Fairness. Von Kinderarbeit über Tierleid bis hin zu Waldrodungen, Plastikinseln im Meer und vergifteten Gewässern: Für viele Dinge trägt der westliche Konsument Verantwortung, was ein Umdenken hin zu nachhaltigen und fairen Alternativen umso wichtiger macht.

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