Fairness Ranking: Edeka enttäuscht bei Oxfam Untersuchung

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(Foto: © Zerbor )

Immer mehr Verbraucher wünschen sich Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Fairness. Der regelmäßige Einkauf im Supermarkt hat sich zu einem Symbol für persönliche Einstellungen und die eigene Haltung gegenüber der Welt entwickelt. Interessant ist im Zuge dessen die jährliche Untersuchung von Oxfam. Der Verbund hat bei mehreren Einzelhändlern nun erneut genau hingesehen und ein Ranking aufgestellt. Edeka geht hieraus als Verlierer hervor.

Worauf Oxfam achtet

Bei der Untersuchung von Einzelhändlern legt Oxfam großen Wert auf Transparenz sowie Fairness. Auch in diesem Jahr haben die Verantwortlichen wenig Positives zu berichten. So fanden sie kein Unternehmen, das sich ausreichend für Menschenrechte einsetzt. In jedem Supermarkt finden sich entlang der Lieferketten Menschen, deren Lohn nicht ausreicht, um sich selbst zu ernähren. Im Bereich der Transparenz erhielt Edeka von Oxfam null Prozent, bezogen auf Arbeitnehmerrechte acht Prozent. Eine faire Behandlung von Landwirten scheint bei Edeka ebenfalls nicht im Fokus zu stehen. Hier vergab Oxfam einen Wert von vier Prozent. Im Bereich Fairness gegenüber Frauen kam das Unternehmen auf null Prozent.

Platz 16 für Edeka: Keine neue Erkenntnis

Dass Edeka im Oxfam Ranking so schlecht abschneidet, überrascht wenig. Schließlich ist 2020 bereits das dritte Jahr in Folge, in dem der Einzelhändler den letzten Platz bekleidet. Wer nun einen anderen Supermarkt aufsuchen möchte, findet glücklicherweise einige deutsche Unternehmen, die sich besser schlagen. So landete Lidl auf Platz vier, Aldi Süd auf Platz sechs und Rewe auf Platz sieben. Genug tun jedoch auch diese Händler nicht, weshalb Oxfam auch in Zukunft weiter auf die Lücken in der Branche aufmerksam machen wird.
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