Einzelhandel in Not: Mieten steigen rapide

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Der stationäre Einzelhandel kämpft vielerorts ums nackte Überleben. Weiterhin raubt der Onlinehandel Geschäften vor Ort die Lebensgrundlage, was mitunter existenzbedrohende Ausmaße annehmen kann. Ein weiteres Problem zeigt sich nun im Rahmen einer Antwort der Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen. Die Mieten nämlich steigen erheblich.

Finanzfaktor Miete: In einigen Städten ein Problem

Erfurt in Thüringen ist Spitzenreiter, wenn es um die Steigerung der Mieten im Einzelhandel seit 2009 geht. Rund 217 Prozent mehr müssen Mieter großer Flächen hier zahlen, während sich die Miete für kleinere Flächen um 120 Prozent steigerte. In der Hauptstadt Berlin lag diese Teuerungsrate bei 45 bis 267 Prozent. Ebenfalls mit steigenden Mieten zu kämpfen hatten in den vergangenen Jahren Einzelhändler in Chemnitz, Mannheim sowie Krefeld. Etwas günstiger wurde es laut Bundeswirtschaftsministerium in Oberhausen, Lübeck, Kiel und Gelsenkirchen.

Hilfsmaßnahmen müssen gefunden werden

Angesichts dieser Zahlen liegt es nahe, dass auch die Gewerbemieten großen Einfluss auf die schwierige Lage des deutschen Einzelhandels nehmen. Daher will die Bundesregierung nun prüfen, inwiefern die Händler künftig unterstützt werden können. Denkbar wäre die Schaffung einer Mietpreisbremse, wie sie teilweise bereits für Wohnimmobilien gilt. Sollte sich der Trend bei den Mieten weiter fortsetzen, könnte es mittel- und langfristig zum Untergang vieler weiterer Betriebe kommen.

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