Dm versus Alnatura: Entscheidung gefallen

Streit zwischen Dm und Alnatura beendet

Zeitung zum Thema Wirtschaft
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Schon seit geraumer Zeit tobt zwischen der Drogeriemarktkette dm und dem Bio-Einzelhändler Alnatura ein erbitterter Streit. Die verschwägerten Konkurrenten stritten im Hinblick auf die Kündigung der Zusammenarbeit seitens dm. Die Kette hatte alle Produkte von Alnatura aus ihren Regalen verbannt, nachdem das Unternehmen den gemeinsam Vertrag gekündigt hatte und zahlte nicht für bereits erfolgte Lieferungen. Am Oberlandesgericht Frankfurt entschieden Richter nun final.

Dm verliert den Prozess

Die Entscheidung, die die Richter treffen mussten, war nicht die erste im Streit der Einzelhändler. Immerhin handelte es sich um das Berufungsverfahren. Nun jedoch steht fest: Dm ist dazu verpflichtet, Alnatura eine Entschädigung in Höhe von rund zwei Millionen Euro zahlen muss. Die Kündigung der Kooperation war folglich rechtens und wirksam. Ein wichtiger Schritt für Alnatura, denn nun muss das Geld gezahlt werden, das dm seit Jahren einbehalten hatte. Die Forderung seitens dm, Alnatura müsse dem Unternehmen sechs Millionen Euro zahlen, war indes nicht erfolgreich.

Getrennte Wege in der Zukunft

Dass dm und Alnatura noch einmal zusammenfinden, scheint ausgeschlossen. Der Bio-Händler hat inzwischen andere Verkaufspartner wie beispielsweise EDEKA gefunden und konnte seine Umsätze so sichern. Eine Revision ist laut Oberlandesgericht nicht möglich. Es könnte jedoch sein, dass dm diese beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe beantragt. Ob der Streit dann in die nächste Runde geht, bleibt abzuwarten.

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