Coronakrise: Lernaufgabe für den Einzelhandel

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(Foto: © Zerbor )

Diskussionen rund um den Onlinehandel als große Gefahr für stationäre Händler erscheinen angesichts der Entwicklungen im Rahmen der Coronakrise beinahe lächerlich. Viele kleine Unternehmen halten sich in diesen Tagen mit staatlichen Hilfen und Rücklagen über Wasser, während der Lebensmitteleinzelhandel für mehr Sicherheit beim Einkauf sorgen muss. Manche Dinge, die sich nun entwickeln, könnten auch nach der Krise für Verbesserungen sorgen. Lesen Sie auch: Einkaufen während der Coronakrise

Was auch nach der Krise bleiben sollte

In Lebensmittelmärkten und Drogerien hat sich eine neue Abstandskultur entwickelt. Vielerorts sind Markierungen auf dem Boden zu finden, die es Kunden erleichtern, einander nicht zu nahe zu kommen. An den Kassen wurden Plexiglasscheiben angebracht, um Personal sowie Kundschaft vor Tröpfcheninfektionen zu schützen und Einkaufswagen werden von manchen Marktbetreibern mehrmals täglich desinfiziert. All das trägt dazu bei, dass sich die Anzahl an Infekten in der Bevölkerung verringert. Auch in kommenden Influenza-Saisons könnten die Maßnahmen folglich deeskalierend wirken und zum Schutz der Bevölkerung beitragen.

Digitalisierung: Verzicht kann Existenzen bedrohen

Was im Handel dieser Tage immer deutlicher wird: Viele Einzelhändler haben den Schritt in Richtung Digitalisierung versäumt und haben nun umso härter zu kämpfen. Wer sich bereits abseits des stationären Geschäfts mit einem Onlineshop oder Lieferservice breiter aufgestellt hat, kann Kundenwünsche auch weiterhin gut bedienen. Eine wichtige Lernaufgabe für den Handel ist folglich die Tatsache, dass Digitalisierung trotz des eingangs erhöhten Aufwandes durchaus für mehr Sicherheit sorgen kann. Abzuwarten bleibt jedoch weiterhin, wie die Einzelhandelslandschaft nach der Pandemie aussehen wird und welche Unternehmen es nicht geschafft haben.