Aldi macht sich gegen Glyphosat stark

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Beim Thema Glyphosat kochen die Emotionen schon seit einigen Monaten immer wieder hoch. Umweltschützer, Naturfreunde und auch einige Politiker sprechen sich klar gegen das Pflanzenschutzmittel aus. Immerhin soll Glyphosat nicht nur potenziell krebserregend sein, sondern steht auch im Verdacht, die Artenvielfalt zu gefährden. Nach der erneuten Zulassung für weitere fünf Jahre macht Aldi nun deutlich: Auch der Discounter steht Glyphosat äußerst kritisch gegenüber.

Lieferanten wurden bereits informiert

Um das eigene Produktangebot so frei wie möglich von Glyphosat zu gestalten, hat Aldi nun seine Lieferanten über diese Absicht unterrichtet. Auch Lieferanten werden hierbei dazu aufgefordert, den Einsatz von Glyphosat so weit wie nur möglich einzuschränken oder gar komplett einzustellen. Was im ersten Moment sehr positiv klingt und auch auf Verbraucher verantwortungsbewusst wirken dürfte, lässt einige kritische Stimmen auf den Plan treten. So könnte die bewusste Abkehr von Glyphosat auch ein cleverer Marketing-Schachzug sein.

Entwicklung bleibt spannend

Ob Aldis Strategie nun eher Marketing oder tatsächlich Verantwortungsbewusstsein deutlich macht, bleibt also unklar. Fakt ist jedoch, dass die erneute Thematisierung des Pflanzenschutzmittels im Discounter-Bereich auch andere Unternehmen wachrütteln dürfte. Spätestens, wenn Aldi mit glyphosatfreien Lebensmitteln wirbt, dürften auch Konkurrenten wie Lidl und Co. nicht lange auf sich warten lassen. Bis das jedoch soweit ist, müssen Kunden auch weiterhin mit dem Gedanken leben, dass ihre gekauften Produkte möglicherweise mit Glyphosat in Kontakt gekommen sind.

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