Der Zusammenhang zwischen Konsum und Gefahren für die Menschheit

Zeitung zum Thema Essen und Trinken
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In den Supermärkten zeigt sich während der Coronavirus Pandemie ein neues Bild. Menschen tragen Masken, Punkte auf dem Boden signalisieren die Abstandsregelung und Security Mitarbeiter achten darauf, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig die Läden betreten. Was sich jedoch kaum ändert, ist die inhaltliche Gestaltung von Einkaufswagen. Dabei hängt Konsum eng mit der Entwicklung des Planeten und Pandemien sowie weiteren Gesundheitsproblemen zusammen.
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Massenware birgt Risiken

Die Deutschen konsumieren gerne tierische Produkte. Milch, Fleisch und Ei landen daher auch in diesen Zeiten aus Gewohnheit in den Einkaufswagen. Dabei handelt es sich nur in extrem seltenen Fällen um Bioware. Viel häufiger über die Ladentheke geht Ware aus Massentierhaltung. Diese wiederum kann nicht nur die Entstehung von Pandemien begünstigen, sondern auch weitere Gesundheitsrisiken mit sich bringen. So wurde erst kürzlich offengelegt, dass Landwirte beim Ausbringen von Schweinegülle auf Felder auch Keime in die Umwelt transportieren, die gegen Reserveantibiotika resistent sind. Diese können auch den Menschen befallen und in Zukunft für zahlreiche Erkrankungen sowie Todesfälle verantwortlich sein.

Weniger Tier auf dem Teller in vielerlei Hinsicht sinnvoll

Multiresistente Keime und vom Tier auf den Menschen überspringende Viren sind in der Massentierhaltung potenziell problematisch. Doch nicht nur das, denn eine Ernährung, die reich an verarbeitetem und rotem Fleisch ist, kann auch das Risiko für verschiedene Zivilisationskrankheiten erhöhen. Die menschliche Gesundheit hängt folglich auch davon ab, wie viel Tier künftig konsumiert wird. Ein vollständiger Verzicht ist dabei nicht nötig. Die Rückkehr zum berühmten Sonntagsbraten als einzige Fleischmahlzeit der Woche erscheint jedoch ratsam.