Vergiftete Lebensmittel: Ermittler verzeichnen Erfolg

Zeitung mit Verbrauchertipps

Es begann mit einer bundesweiten Warnung an alle Verbraucher. Ein zunächst unbekannter Erpresser hatte sich mit einem Drohschreiben an verschiedene Lebensmittelmärkte gewandt und damit gedroht, vergiftete Lebensmittel in Regalen zu platzieren. Dass kurz darauf tatsächlich präparierte Babygläschen gefunden wurden, sorgte für großangelegte Suchaktionen. Der Täter konnte nun gefasst werden und hat gestanden. Dennoch werden Verbraucher nach wie vor dazu aufgefordert, beim Einkauf vorsichtig zu sein.

Der Täter hat gestanden

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Erpressers und eingehenden Vernehmungen konnte die Polizei in dessen Wohnung das verwendete Gift Ethylenglykol sicherstellen. Die erdrückende Beweislast führte nun letztlich dazu, dass der Verdächtige seine Tat gestand und außerdem angab, keine weiteren vergifteten Lebensmittel in Umlauf gebracht zu haben. Wie Medien berichten, handelt es sich beim Täter um einen 53-jährigen Mann aus dem Kreis Tübingen, der als exzentrischer Einzelgänger beschrieben wird.

Noch keine Entwarnung

Auch wenn der Täter gefasst ist und möglicherweise keine Gefahr mehr besteht, warnen Behörden weiterhin vor der leichtfertigen Verwendung gekaufter Lebensmittel. So sollten Kunden unbedingt darauf achten, dass beispielsweise Gläser sicher verschlossen sind. Dies lässt sich gut überprüfen, indem während des Öffnens auf das typische Ploppen des Deckels geachtet wird. Welche Strafe indes auf den Beschuldigten wartet, lässt sich bislang noch nicht absehen. Sowohl lebenslängliche Haft als auch ein kürzerer Gefängnisaufenthalt zwischen fünf und 15 Jahren sind denkbar.

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Foto: © Zerbor