Verbraucherschutz: Mogelpackungen im Supermarkt

Verspricht die Verpackung eines Produktes mehr, als ihr Inhalt letztlich halten kann, sprechen Verbraucherschützer von Täuschung. Die berühmte „Mogelpackung“, die schon vor dem Öffnen nur zur Hälfte befüllt ist, ist jedoch nicht so selten, wie oft angenommen wird. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich dieser Thematik nun angenommen und einige Produktverpackungen geröntgt.
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Luftanteil oft hoch

Bei ihren Untersuchungen besorgten die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale sowohl Kosmetika als auch Nahrungsmittel in entsprechend verschlossenen Verpackungen. Diese wurden anschließend in einem Röntgengerät durchleuchtet und die so entstandenen Aufnahmen ausgewertet. Das Ergebnis: Im Durchschnitt besteht der Inhalt einer heutigen Verpackung zu ganzen vierzig Prozent aus Luft. Konsumenten könnten zwar herausfinden, wie teuer einzelne Produkte im Vergleich sind – etwa durch das Gegenüberstellen des Kilo- oder Literpreises – dies jedoch täuscht nicht darüber hinweg, dass eine zu große Packung einen falschen Eindruck vermittelt. ( Tipps zum Lebensmittel kaufen )

Nicht nur der Verbraucher leidet

Mogelpackungen werden in erster Linie entwickelt, um den Verbraucher zu einer Kaufentscheidung zu bringen. Gerade der optische Aspekt spielt hier eine wichtige Rolle, weswegen Hersteller heute immer kreativer bei der Gestaltung ihrer Verpackungen werden. Doch die Verbraucherzentrale sieht nicht nur in der Täuschung ein Problem. So wird auch die Umwelt durch das Zuviel an Verpackung in Mitleidenschaft gezogen, da sich das Müllvolumen pro Haushalt deutlich vergrößert und weniger Einzelprodukte pro Palette, Flugzeug oder LKW transportiert werden können. Nicht zuletzt aus diesem Grund fordern die Experten nun einmal mehr strengere Richtlinien rund um die Packungsgestaltung im Einzelhandel. (Foto:© Zerbor)