EU Parlament: Der Veggieburger bleibt

Streit um vegetarische und vegane Produkte

Burger und Pommes
Symbolbild: © Jag_cz

In Supermärkten sind vegetarische und vegane Ersatzprodukte längst Teil des normalen Angebots. Von Alternativen für Milchprodukte über pflanzliche Burger bis hin zum Schnitzel aus Erbseneiweiß scheint heute nichts mehr unmöglich. Ärger macht diesbezüglich jedoch vor allem die Namensgebung. Vor Kurzem hat nun das EU Parlament entschieden: Veggie Burger dürfen Burger heißen.

Agrar-Lobby fürchtet pflanzliche Konkurrenz

Vertreter der Agrarindustrie haben nun einen Antrag eingereicht, über dessen Annahme oder Ablehnung das EU Parlament entscheiden musste. Das Anliegen war, pflanzlichen Ersatzprodukten wie Schnitzeln, Burgern oder Würsten künftig eine eingeschränktere Namensgebung zu erlauben. Hätten die Antragssteller Erfolg gehabt, so dürfte vegetarische Wurst nicht mehr Wurst heißen und Burgerpatties beispielsweise Veggie-Disk. Das EU-Parlament allerdings sah das anders und wies den Antrag ab. Künftig bleibt es auch im Supermarkt bei den gewohnten Bezeichnungen.

Bei Milchprodukten gibt es neue Regeln

Anders als bei Fleischalternativen schränkt das EU Parlament die Namensgebung von Milchalternativen jedoch weiter ein. Bislang war es bereits verboten, pflanzliche Milch als „Milch“ zu bezeichnen. Viele Hersteller wechselten daher zu Namen wie Mandel- oder Haferdrink. Nun reichen die Einschränkungen aber noch weiter. Künftig verboten sind auch Bezeichnungen wie „Käseersatz“, „nach Joghurt Art“ oder „mit Käsegeschmack“. Ausnahmen bilden bereits etablierte Produkte wie Kokosmilch.

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