Verbraucher: Schadstoffe in Tee nachgewiesen

Tees im Test

Zeitung mit Verbrauchertipps Foto: © Zerbor

Wer nicht nur Kaffee, sondern gelegentlich auch eine oder mehrere Tassen Tee trinkt, muss sich aktuell mit schlechten Nachrichten befassen. So haben nicht nur Stiftung Warentest und Öko Test giftige Pyrrolizidinalkaloide in verschiedenen Tees gefunden, sondern auch das WDR Magain „Markt“. Das Magazin gab eine Untersuchung in Auftrag, im Rahmen derer sich das Problem umso anschaulicher darstellte. Das Ergebnis: Rund die Hälfte der getesteten Tees sind belastet.

Was sind Pyrrolizidinalkaloide?

Bei Pyrrolizidinalkaloiden, kurz PA, handelt es sich um Giftstoffe, die in einigen Pflanzen naturgemäß vorhanden sind. Tees werden im Rahmen von Verunreinigungen mit Kreuzkraut mit PA kontaminiert. Das Problem: Wer zu viel PA zu sich nimmt, muss dessen karzinogene und leberschädigende Wirkung in Kauf nehmen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt Höchstwerte von 0,49 Mikrogramm täglich für einen rund siebzig Kilogramm schweren Erwachsenen an.

Die Testergebnisse

Für die Analyse wählte „Markt“ insgesamt dreizehn verschiedene Tees aus und ließ diese in einem Labor untersuchen. Die Tees stammten von Aldi, Alnatura, Edeka, Meßmer, Rewe, Lidl und Teekanne. Besonders negativ fiel Teekanne mit einem Wert von ganzen 1,7 Mikrogramm PA pro Liter auf. Ein Tee von „Ja!“, Rewes Eigenmarke, wies knapp 0,17 Mikrogramm je Liter auf.

Waren Kamillentees der anderen Unternehmen nicht kontaminiert, sah das bei Kräutertees wiederum anders aus. Hier tat sich Teekanne erneut als Negativ-Sieger hervor, doch auch Alnatura und Meßmer müssen sich einem PA-Gehalt in ihren Tees stellen. Wichtig ist nun, dass sich auch auf politischer Ebene Regelungen schaffen lassen, die die Sicherheit von Tee künftig stärker unter die Lupe nehmen.

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