Einzelhandel: Noch immer Probleme mit keimbelastetem Geflügel

Zeitung zum Thema Essen und Trinken

Dass Antibiotikum vor allem in der Massentierhaltung eine wichtige Rolle spielt, ist längst bekannt. Auch das Risiko der Entwicklung resistenter Keime ist das wenig wünschenswerte Ergebnis dieser Entwicklung. Wie sich nun im Rahmen einer Untersuchung des Bundesagrarministeriums zeigte, enthielten auch im letzten Jahr viele Geflügelfleischproben resistente Keime.

Nahezu die Hälfte der Proben war betroffen

Ein Anfrage der Grünen an das Bundesagrarministerium ließ die aktuellen Zahlen ans Licht kommen. Die konkreten Zahlen verraten: Von 418 Hähnchenfleischproben waren 208 mit antibiotikaresistenten Keimen kontaminiert. Bei Putenfleisch wiesen 178 von 459 Proben derartige Keime auf. Auch in Bezug auf die sogenannten MRSA Keime liegen Werte vor. Hier waren 55 von 422 Hähnchenfleischproben und 204 von 458 Putenfleischproben mit Keimen infiziert.

Die Auswahl trifft der Konsument

Wie bereits erwähnt, ist der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung und -zucht ein entscheidendes Kriterium für die Bildung resistenter Keime. Wer zu Discounterfleisch greift, hat meist Fleisch aus Massentierhaltung im Einkaufswagen, dessen Belastung in der Theorie höher liegen könnte. Doch auch Bio-Fleisch mit unklarer Herkunft muss nicht zwingend keimfrei sein. Daher ist der Gang zum Fleischer des Vertrauens für viele Verbraucher heute der richtige Weg. Hier nämlich lässt sich nachvollziehen, auf welche Weise das Hühnerfleisch produziert wurde.

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