Preisfalle Porridge: Verbraucherzentrale klärt auf

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Foto: © Zerbor

Trends bestimmen den Einzelhandel bereits seit vielen Jahren. Nicht nur im Bereich der Mode oder Technologie gilt dies. Immer häufiger wählen Verbraucher in Supermärkten bestimmte Lebensmittel und Produkte aufgrund Empfehlungen von Influencern oder Social Media Bewegungen aus. Ein solches Produkt: Porridge. Der Haferbrei erlebt vor allem dank Instagram einen wahren Boom. Wie die Hamburger Verbraucherzentrale nun berichtet, hat dies jedoch nicht nur positive Folgen.

Porridge: Nicht mehr als Haferbrei

Es gibt viele Namen für Porridge: Die altbekannte Bezeichnung Haferbrei ist kaum noch zu hören. Stattdessen sprechen Influencer nun von Oatmeal, Overnight Oats oder auch Porridge. Das Ergebnis ist dennoch stets das gleiche: Es handelt sich um in Milch oder Wasser gequollene, mitunter gekochte, Haferflocken. Hinzu kommen „Toppings“ wie Obst, Kerne, Nüsse oder Honig. Zweifelsohne kann Porridge ein gesundes Frühstück sein. Das jedoch rechtfertigt keine steigenden Preise. Die Hamburger Verbraucherzentrale beobachtet jedoch genau dies und zeigt das Problem am Beispiel des Einzelhändlers Edeka auf.

Teures Porridge schmeckt nicht besser

Um herauszufinden, ob fertige Porridge Mischungen einen qualitativen Vorteil gegenüber klassischen Haferflocken bieten, haben Experten der Verbraucherzentrale Hamburg bei Edeka extra zarte Haferflocken der Eigenmarke und eine fertige Porridgemischung der Eigenmarke gekauft. Während 500 Gramm Haferflocken 47 Cent kosteten, schlugen 350 Gramm Porridge Mischung mit 1,15 Euro zu Buche. Hieraus ergibt sich eine Verteuerung um rund 250 Prozent. Im Geschmackstest fanden die Verbraucherschützer keine Hinweise darauf, dass die fertige Mischung bedeutende qualitative Vorzüge zu bieten hat. Verbraucher können also weiterhin einfache Haferflocken kaufen und ihr Porridge selbst kochen.

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