Wie Pokémon Go den Einzelhandel beeinflusst

Frau mit Smartphone

Schon lange hat es keinen solchen Hype mehr gegeben: Die Smartphone-App Pokémon Go ist nur wenige Wochen auf dem Markt und überall in der Welt wird von Serverüberlastungen, wahren Menschenmassen und einer ganz neuen Form der Smartphone-Sucht gesprochen. Wer sich auf Pokémon Go einlässt, fängt mit dem Smartphone kleine Kreaturen, die jede für sich besondere Fähigkeiten haben. Die große Beliebtheit der App lässt sich vor allem mit dem bereits überstandenen Pokémon-Hype der 90er und 00er Jahre erklären. Viele erwachsene Smartphonebesitzer können jetzt die Helden ihrer Kindheit erneut für sich entdecken. Der emotionale Wert, den Pokémon Go dabei verkörpert, ist auch für Einzelhändler durchaus attraktiv.

Sonderaktionen für Pokémon Go Nutzer

Für lokale Anbieter stellt die App eine optimale Möglichkeit dar, Kunden anzulocken und dabei ein sehr aktuelles Thema aufzugreifen. So locken besondere Rabatte für Kunden, wie der eines Autoteilehändlers aus Wien: Wer hier ein Pokémon auf dem Firmengelände fängt, erhält zwanzig Prozent zusätzlichen Rabatt auf Motoröl oder auch Scheibenwischer. Dieses Vorgehen ist in den USA längst angekommen, könnte nun jedoch auch in Deutschland Fahrt aufnehmen. Eine Belebung der Innenstädte ist dabei nicht auszuschließen, denn Pokémon Go Spieler müssen das eigene Zuhause verlassen und in der realen Welt umherlaufen, um neue Mini-Monster zu finden. (Einkaufsstraßen in Deutschland)

Interessante Möglichkeiten

Längst schon ist die Welt der Pokémon Go Spieler zu einer bemerkenswerten Größe angewachsen. Gut vernetzt erzählen sich die Spieler über soziale Netzwerke, in welchen Geschäften und Restaurants sich besonders viele Pokémon befinden. So mancher Einzelhändler und Gastronom profitiert hiervon, indem immer mehr Menschen sein Unternehmen aufsuchen. Auch die sogenannten Pokéstops könnten für Einzelhändler interessant sein. Hierbei handelt es sich um Orte, die die Spieler ansteuern müssen, um sich mit virtuellem Zubehör auszurüsten. Künftig könnte es möglich sein, auch den eigenen Laden als Pokéstop anzumelden, was den Kundenzulauf tatsächlich steigern dürfte.

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Foto: © ave_mario