Mehrwegbecher: Alnatura führt Tests durch

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Immer mehr Einzelhändler machen darauf aufmerksam, dass die Verantwortung für eine gesunde Umwelt nicht alleine bei ihnen liegen kann. Der Verzicht auf Plastiktüten und unnötige Verpackungen in Obst- und Gemüseabteilungen aber stellen dennoch wertvolle Maßnahmen im Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz dar. Der Bio-Einzelhändler Alnatura geht nun einen Schritt weiter und hinterfragt das bisherige Vorgehen im Bereich des Coffee to Go Verkaufs.

Müllvermeidung dank Pfandsystem

Für seinen Versuch arbeitet Alnatura mit einem Münchner Unternehmen namens „Recup“ zusammen. Das Prinzip ist schnell erklärt: Wer einen Kaffee zum Mitnehmen kauft, erhält diese selbstverständlich in einem Becher. Dieser aber sollte nicht am nächsten Mülleimer entsorgt, sondern wieder in der Filiale abgegeben werden. Ein Pfand sorgt dafür, dass die Becher ihren Weg zurück finden. Sollte die Einführung des Pfandsystems erfolgreich sein, ließe sich hiermit sehr viel Abfall vermeiden. Das wiederum ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern entlastet auch das Budget des Einzelhändlers, der sonst stets für neue Pappbecher sorgen musste.

Alnatura ist kein Vorreiter

Und auch wenn sich dieser Bericht zunächst nur um Alnatura dreht, gibt es bereits einige weitere Einzelhändler in Deutschland, die das Recup System für sich entdeckt haben. Bei Tchibo beispielsweise, aber auch bei Mc Donalds und Coffee Fellows ist die Rückgabe genutzter Kaffeebecher inzwischen üblich. Es bleibt aber dennoch abzuwarten, ob sich das Pfandsystem für Kaffeebecher auch in der Zukunft wird durchsetzen können. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre es in jedem Fall.

Wann ist wieder Verkaufsoffener Sonntag?

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