Lohn im Einzelhandel: Biomärkte zahlen schlecht

Gehalt in Biomärkten eher schlecht

Zeitung zum Thema Wirtschaft
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Im Hinblick auf die spätere Rente müssen Angestellte in Deutschland mindestens 12,63 Euro verdienen, um die Grundsicherung knapp zu überschreiten. Das jedoch nur, wenn sie 45 Jahre lang 38,5 Stunden in der Woche arbeiten. Besonders im Einzelhandel jedoch häufen sich Berichte über zu niedrige Löhne, von denen die Angestellten jetzt und in der Zukunft nur schwer leben können. Biomärkte schneiden hier besonders schlecht ab.

Tarifliche Bindung immer seltener

Im Einzelhandel zeigt sich ein bedenklicher Trend. Immer mehr Unternehmen verzichten auf eine Tarifbindung und zahlen ihren Angestellten somit weniger als es laut Tarif notwendig wäre. Und wenngleich der Lebensmittelhandel im Hinblick hierauf nicht als Problemkind gilt, bereiten Biomärkte den Gewerkschaften Sorge. Sowohl Bio Company als auch Denn’s zahlen weniger als es der Tarif vorschreibt. Bei Alnatura und den LPG Biomärkten liegen die Stundenlöhne jedoch etwas höher.

Genaue Informationen fehlen

Auf Nachfragen reagieren die beiden genannten Bio-Ketten mit undurchsichtigen Aussagen. Sie orientieren sich eigenen Aussagen zufolge am Branchendurchschnitt. Das jedoch reicht offenbar nicht aus, um Angestellten eine solide Existenzgrundlage zu bieten. Verdi spricht in diesem Fall von Ausnutzung der Gutmütigkeit vieler Angestellter. So scheinen die Märkte darauf zu setzen, dass die Mitarbeiter die positiven Aspekte ihrer Tätigkeit in einem Biomarkt besonders schätzen und bereit dazu sind, finanzielle Abstriche zu machen.

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