Wegen Kinder-BHs: Shitstorm bei Primark

Zeitung mit Wirtschaftsthemen

Die irische Modekette Primark steht immer wieder in der Kritik. Auch wenn Neueröffnungen in deutschen Einkaufszentren und Fußgängerzonen stets gut besucht sind, kommt das Unternehmen nicht umhin, sich von Zeit zu Zeit rechtfertigen zu müssen. So auch jetzt in Irland. Hier hatten Eltern ein Kleidungsstück für Kinder entdeckt, das ihrem persönlichen Verständnis von kindgerechter Kleidung so gar nicht entsprechen wollte.

Wattierte Büstenhalter sorgen für Aufruhr

Was Primark nun in die Bredouille brachte, ist ein Produkt namens „My first Bra“. Der Büstenhalter für Kinder ab sieben Jahren kommt in wattierter Ausführung daher und erweckt dadurch den Eindruck, dass schon die Kleinen ihre Oberweite aufpolstern sollten. In sozialen Netzwerken kursierten immer mehr kritische Äußerungen von Eltern, die mit diesem Produkt alles andere als einverstanden waren.

Primark weist Vorwürfe von sich

Bislang konnte sich das Unternehmen allen vergangenen Vorwürfen ohne großen Schaden entziehen. Auch im aktuellen Fall scheint Primark das „Problem“ nicht zu verstehen. Wie Business Insider berichtete, gab das Unternehmen bekannt, dass der kleine BH lediglich eine stützende Funktion habe und allen Richtlinien für Kinderbekleidung entspräche. Eine optische Vergrößerung der Oberweite von Kindern sähen die Büstenhalter nicht vor. Die Wogen glätten sich dennoch nur langsam und es bleibt abzuwarten, ob sich auch dieser Shitstorm schnell wieder legen wird.

Dass sich in diesen Tagen auch H&M in Schweden mit einem ähnlichen Problem, zu kurzen Mädchenshorts, konfrontiert sieht, spricht dafür, dass sich auch große Modeketten mit der Gestaltung von Kinderkleidung neu befassen sollten.

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Foto: © Zerbor