Hilferuf in Weihnachtskarte: Erinnerung an das Verantwortungsbewusstsein

(Foto: © Zerbor )

Immer wieder gelangen Berichte über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in verschiedenen Produktionsländern in die Medien. Hinter dem Schlagwort „made in“ verbergen sich häufig Länder, in denen wenig auf Menschenrechte geachtet wird. Auch Kinderarbeit bleibt ein Thema. Und während das Bewusstsein vieler Verbraucher nur langsam erwacht, fand nun ein Mädchen aus Großbritannien eine Weihnachtskarte mit verstecktem Hilferuf.

Häftlinge aus China legen Karte Nachricht bei

Als das kleine Mädchen besagte Weihnachtskarte öffnet, entdeckt es die Nachricht: Auf den ersten Blick wirkt es, als haben Gefangene aus Shanghai, die im Gefängnis Qingpu inhaftiert sind, wichtige Zeilen verfasst. Von Arbeit unter Zwang und der Bitte um die Verständigung von Hilfsorganisationen soll die Rede gewesen sein. Die Weihnachtskarte selbst wurde in einem Supermarkt der Kette „Tesco“ angeboten. Wie sich die Hintergründe konkret darstellen, konnte bislang nicht geklärt werden.

Tesco äußerte sich bestürzt

Schon kurz nachdem die Informationen rund um den schockierenden Fund in die Medien gelangt waren, meldete sich Tesco öffentlich. Das Unternehmen wies darauf hin, streng darauf zu achten, keine Gefangenenarbeit zu unterstützen. Auch der betroffene Lieferant sei erst vor Kurzem kontrolliert worden. Tesco hat die Karten des Produzenten aus dem Verkauf genommen und möchte die genauen Arbeitsbedingungen nun untersuchen. Sollte sich der Hilferuf als echt und gerechtfertigt erweisen, will das Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Produzenten beenden.

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