Heidenheimer Innenstadt: Schloss-Arkaden als Feind?

Die Innenstadt von Heidenheim

Wer während dieser Tage durch die Straßen Heidenheims spaziert, wird vielerorts auf leere Geschäfte stoßen. Deren Besitzer mussten aus vielerlei Gründen ihre Existenz aufgeben, oder suchten sich einen neuen Platz, um ihren Laden fort fortzuführen. Viele Experten sehen in den zahlreichen Leerständen Heidenheims ein Problem. Als Hauptverdächtiger in der Frage, warum Heidenheims Einzelhandel strauchelt, gelten die Schloss-Arkaden.

Übermäßige Dominanz

Im rund zwanzig Kilometer entfernten Aalen ist sich City Manager Reinhard Skusa sicher: Die Schloss-Arkaden sind zu mächtig und nehmen dem restlichen Einzelhandel innerhalb des Stadtgebietes die Luft zum Atmen. Dass sich auch die Aalener mit Heidenheims Problemen beschäftigen, liegt vor allem daran, dass auch das dortige Einkaufszentrum Mercatura künftig ein Dach und somit gesteigerte Attraktivität erhalten könnte. Experten sehen in der Überdachung ein Risiko für den Einzelhandel außerhalb des Zentrums und nutzen Heidenheim als Negativ-Beispiel.

Gutachten lässt Zweifler im Regen stehen

Und während in Aalen noch über ein Dach diskutiert wird, liegen in Heidenheim aktuelle Ergebnisse vor. Diese wiederum befreien die Schloss-Arkaden von den Vorwürfen. Wie sich hier zeigt, wirkt sich das Einkaufszentrum sogar sehr positiv auf die Attraktivität der Stadt für Shoppingbegeisterte aus. Viele Menschen, die über einen Einkaufsbummel nachdenken, kommen gerade wegen der Schloss-Arkaden in die Stadt. Dennoch will auch Heidenheim weiter an seiner Attraktivität arbeiten. Dass sich die Situation im Süden der Stadt weitaus schlechter darstellt als im Norden, soll durch einen detaillierten Plan geändert werden. Wie dieser Plan konkret aussehen wird, bleibt jedoch abzuwarten. (Mehr zum Thema Einkaufen in Baden-Württemberg)

Foto: © Hanker