„Fleur de Sel“: Aufruhr um Kunststoff

Einkaufen im Supermarkt

Dass Verbraucher im Supermarkt oftmals genau hinsehen müssen, was im Einkaufswagen landet, ist kein Geheimnis. Zwischen Bio und konventioneller Ware zu entscheiden, ist jedoch nicht der einzige Punkt. Auch sind manche Produkte nur auf den ersten Blick hochwertig und erweisen sich dann bei detaillierten Analysen als problematisch. Das passiert ist jetzt bei „Fleur de Sel“, einer Salzart, die allgemein als besonders hochwertig gilt.

Mikroplastik in Qualitätssalz

Wer Fleur de Sel kauft, nimmt in aller Regel höhere Preise in Kauf als bei normalem Salz. Dass jedoch auch teure Produkte nicht vor zweifelhaften Inhaltsstoffen gefeit sind, hat das NDR Verbrauchermagazin „Markt“ nun herausgefunden. So zeigte sich im Rahmen von Analysen, dass auch Fleur de Sel mit Mikroplastik verunreinigt sein kann. Im Test: Die fünf beliebtesten Fleur de Sel Produkte von Herstellern wie Aquasale, Fleur de Ibiza, Rewe oder auch Le Paludie und Fleur de Sel aus der Camargue. Das Ergebnis: Jedes der Produkte enthielt Mikroplastik. Die Konzentration jedoch variierte.

Wie Plastik in das Meersalz gelangt

Im Grund ist der Weg des Mikroplastiks in Felur de Sel leicht nachvollziehbar. Da Kunststoffe wie Polyethylenterephthalat, Polypropylen und Polyethylen aufgrund der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere auch in deren Wasser zu finden ist, reichert es sich auch in Salzen an. Der gemessene Gehalt lag bei erwähnter Analyse zwischen 14 und 1796 Mikrogramm pro Kilogramm Salz. Diese Werte gelten als unbedenklich für den Menschen, zeigen jedoch, dass Umweltverschmutzung weitreichende Folgen haben kann.

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Foto: © Kwangmoo