Fleischkonsum: Fragwürdige Bedingungen für Mensch und Tier

Zeitung zum Thema Essen und Trinken
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Nach mehreren Coronavirus-Ausbrüchen in Schlachtbetrieben rücken die Arbeitsbedingungen vor Ort immer stärker in den Fokus. Auch Massentierhaltung wird von einer zunehmenden Zahl an Verbrauchern hinterfragt. Schließlich scheint es sich bei SARS-CoV 2 um eine Zoonose, also ein Virus tierischen Ursprungs, zu handeln. Kein Wunder, dass oft über notwendige Änderungen gesprochen wird. Aber was können Verbraucher selbst tun?

Es ist nie nur ein Betrieb

Ob Schlachthof in Nordrhein-Westfalen oder Bayern: Besonders in großen Betrieben sind die Arbeitsbedingungen, die Bezahlung und auch die Unterbringung von Gastarbeitern ähnlich. Verbraucher sollten daher nicht den Fehler machen, die Produkte nur eines Betriebes zu meiden, sondern besser den gesamten Wirtschaftszweig hinterfragen. Besser ist es, Waren aus Großschlachtereien so gut es geht zu meiden.
Gleiches gilt für tierische Produkte, die eine Haltung vieler Tiere erfordert. Dabei spielt es keine Rolle, ob Bio oder nicht. Biotiere nämlich landen oft genau im gleichen Schlachthof und werden nicht immer besser behandelt als ihre Verwandten in konventioneller Haltung. Viele Recherchen haben das inzwischen offengelegt.
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Kein Tier auf dem Teller ist nicht die einzige Lösung

Zweifellos reduziert der vollständige Verzicht auf tierische Produkte wie Fleisch, Wurst, Ei und Milch die persönliche Beteiligung an der Ausbeutung von Tier und Mensch in der Tierindustrie deutlich. Wer sich jedoch nicht vorstellen kann, dauerhaft vegan zu leben, findet in kleinen Landmetzgereien mit geringem Tierbestand und hofeigener Schlachtung eine potenzielle Lösung. Hier ist das Fleisch zwar ungleich teurer als im Supermarkt, dafür jedoch qualitativ hochwertiger. Die Rückkehr zu selteneren Fleischmahlzeiten ist ohnehin ein Punkt, für den sich Ernährungsexperten regelmäßig stark machen.
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