Bayern: Tonnenweise entsorgte Lebensmittel pro Jahr

Zeitung zum Thema Essen und Trinken
Foto: © Zerbor

Die Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel treibt viele Menschen, Organisationen und auch die Politik um. Wie Zahlen des bayerischen Ernährungs- und Landwirtschaftsministeriums belegen, werden alleine im Freistaat 99.000 Tonnen Lebensmittel pro Jahr entsorgt. Nur 33.000 Tonnen gehen dabei in sinnvolle Hände und werden von den Tafeln weitergegeben. Mengen wie diese rufen erneut Kritiker auf den Plan: Sie verlangen ein Entsorgungsverbot.

Warum werden Lebensmittel entsorgt?

In Obst- und Gemüseabteilungen, Brotregalen und vielen weiteren Bereichen ganz gewöhnlicher Einzelhandelsgeschäfte sammeln sich Tag für Tag Lebensmittel an, die kein Kunde mehr kaufen will. Ein Problem für den Händler, denn er muss Platz für jene Ware schaffen, die attraktiv genug ist, um in Einkaufswagen und -körben zu landen. So füllen sich tagtäglich große Container hinter den Läden mit gerade erst abgelaufenen Lebensmitteln sowie noch vollkommen genießbarem Obst, Gemüse und Brot.

Containern bleibt illegal

Privatpersonen, denen die Entsorgung genießbarer Nahrungsmittel schon länger ein Dorn im Auge ist, handeln indes. Sie steigen über Zäune ortsansässiger Einzelhändler oder bedienen sich an frei zugänglichen Containern. Gerettet wird aus dem Müll, was offensichtlich noch in Ordnung ist. Das Problem: Containern ist nicht legal und wird es einem erst kürzlich ausgesprochenen Gerichtsurteil nicht werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, alternative Wege aufzutun und die nachhaltige Nutzung wertvoller Nahrung auf legalem Wege zu ermöglichen. Wann und wie das passiert, bleibt abzuwarten.

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