Einkaufswagen und Hygiene: Startup entwickelt Waschstraße

Einkaufen im Supermarkt
Foto: © Kwangmoo

In Zeiten der Coronakrise wird eines deutlich: Selten zuvor haben sich Menschen in ihrem Alltag so viele Gedanken über Hygiene gemacht wie derzeit. Sie waschen sich die Hände zwanzig Sekunden lang, schütteln sich nicht mehr die Hand, niesen in die Ellenbeuge und tragen zum Schutz vor herumfliegenden Viruspartikeln Mund-Nasen-Bedeckungen. Auch der Einkaufswagen rückt in den Fokus. Wie er effizienter desinfiziert werden kann, hat sich ein Startup nun überlegt.

Die Idee kam schon vor Corona

Die Verantwortlichen bei der Saiko Maschinentechnik GmbH hatten schon im Jahr 2016 erste Überlegungen angestellt, wie eine bessere Einkaufswagenhygiene aussehen könnte. Sogar Abstriche wurden damals von Handgriffen genommen, um festzustellen, wie belastet die Wagen sind. Nach einiger Zeit des Planens und Brainstormings kamen die Erfinder letztlich auf den Desocube, eine Waschstraße für Einkaufswagen.
Die Funktionsweise ist denkbar unkompliziert: Der Kunde stellt seinen Wagen in die Box, drückt auf einen Knopf und die Maschine übernimmt den Desinfektionsvorgang. Während der Wagen gereinigt wird, kann der Kunde seine Hände desinfizieren, sodass er die Handgriffe nicht direkt wieder verunreinigt.

Bereit für den Markt: Mancherorts bewährt sich das System

Die ersten Boxen entwickelten die Erfinder erst 2019 ganz startup-typisch in einer Garage. Mit der Coronakrise zeichnete sich eine hohe Nachfrage nach dem Desocube ab, weshalb die Saiko Maschinentechnik GmbH die Entwicklung vorantrieb. Inzwischen gibt es in Deutschland rund sechzig Demo-Boxen, die in verschiedenen Märkten auf Herz und Nieren getestet werden können. Viele Kunden sind begeistert von der unkomplizierten Anwendung, was für eine weitere Verbreitung der Waschstraße spricht. Das Serienmodell soll schon ab dem ersten Juli an Märkte ausgeliefert werden.
Auch darauf sollten Sie beim Einkaufen während der Coronakrise achten