Eierkauf: Bio nicht uneingeschränkt zu empfehlen

Zeitung zum Thema Essen und Trinken
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Beim Kauf von tierischen Produkten wird der durchschnittliche Verbraucher immer vorsichtiger. Sowohl die eigene Gesundheit als auch das Wohl der Tiere sollen durch Konsumentscheidungen so wenig wie nur möglich negativ beeinflusst werden. Daher greifen viele Kunden gerne zu Bio. Bei Eiern aber ist das nicht unbedingt die beste Wahl, wie Ökotest herausgefunden hat.

Bio-Eier: Nur vier sind gut

Um ein möglichst ganzheitliches Bild zeichnen zu können, hat Ökotest die Eier verschiedener Märkte getestet. Sowohl aus dem Discounter als auch aus Super- und Biomärkten stammte das Testmaterial. Insgesamt zwanzig verschiedene Eier durchliefen das Verfahren. Am Schluss konnten sich lediglich vier gegen die Konkurrenz behaupten. Sechsmal wurde das Prädikat befriedigend erteilt, fünfmal „ausreichend“ und fünfmal „mangelhaft“. Gerade bei den mangelhaften Eiern fanden die Tester mitunter hohe Dioxinwerte.

Tierwohl auch bei Bio Mangelware

Bedenkliche Inhaltsstoffe fand Ökotest glücklicherweise kaum. Viel entscheidender für Abstrafungen im Hinblick auf das Gesamtergebnis war der Umgang mit den Tieren. Sowohl die Tötung männlicher Küken in der Eiproduktion als auch zu wenig Platz sorgten für schlechtere Noten. Kein Bio-Hersteller, so Ökotest, bot seinen Legehennen so viel Platz, wie es das Gesetz vorgibt. Nachholbedarf besteht folglich vor allem im Bereich des Tierwohls. Verbraucher, die sich damit nicht abfinden möchten, sollten ihre Eier besser von einem Kleinbauern in der Nähe kaufen, der ihnen den Erzeugungsprozess transparent erläutert.
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