Duisburg: Geplantes Outlet-Center scheitert knapp

Junge Menschen im Outlet-Center

Auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofs in Duisburg sollte eines der größten Outlet-Center Deutschlands entstehen. Mehr Arbeitsplätze, gesteigerte Attraktivität für Touristen und wirtschaftlicher Aufschwung waren klare Argumente für das Projekt. Gegner jedoch sahen das geplante „DOC“ von Beginn an kritisch. Eine Abstimmung am Sonntag brachte nun Klarheit. Das Ergebnis: Kein Outlet-Center für Duisburg.

Beide Fronten hatten gute Argumente

Wie bereits erwähnt, gab es einige gute Punkte, die für ein neues Outlet Center in Duisburg sprachen. Nicht nur die Gewerbesteuer-Einnahmen hätten Duisburg gut getan, denn auch das Ankurbeln der Tourismus- und Gastronomiebranche der Stadt hätten eine Folge des Neubaus sein können. Auch zusätzliche Arbeitsplätze und ein vielfältiges Angebot auf rund 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche sprachen zunächst für den Bau.

Die Gegner jedoch sahen das anders. Für sie hätte das Outlet Center eine Bedrohung für den Einzelhandel in der Innenstadt bedeutet. Die befürchtete Abwanderung von Käufern und das damit verbundene Sterben der Läden in der Stadt sprachen klar gegen das Projekt.

Das Ergebnis der Abstimmung

Duisburgs Bevölkerung stimmte am 24. September nicht nur über die kommende Regierung und den nächsten Oberbürgermeister ab, sondern entschied gleichzeitig auch über die Zukunft des geplanten Designer Outlets.

Dass über dieses Projekt kaum Einigkeit bestand, zeigt auch das nun ausgezählte Ergebnis. So sprachen sich 51,09 Prozent der Wähler gegen das geplante Einkaufszentrum aus, während sich 48,91 Prozent über die Neueröffnung gefreut hätten. Die Wahlbeteiligung lag hier bei knapp 59,93 Prozent. Das Outlet wird also nicht kommen. Was mit dem alten Güterbahnhof nun geschehen soll, bleibt daher weiterhin unklar.

Beispielfoto: © Dangubic