Auswertung: Wer hat am meisten gehamstert?

Hamstern in der Coronakrise

Kasse im Supermarkt
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Volle Einkaufswagen waren in diesem Frühling kein seltener Anblick. Viele Menschen stürmten im Angesicht der Coronakrise Supermärkte, Drogeriefilialen und sogar Apotheken, um sich mit allem einzudecken, was als wichtig erachtet wurde. Dass es sich hierbei nicht um die ältere Generation handelte, sondern vielmehr um jüngere Menschen offenbart nun eine Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen. Lesen Sie auch: So legen Sie sinnvoll Vorräte an

Es waren nicht die älteren Menschen

Konkret gefragt wurden Menschen, ob sie zu Beginn der Krise mehr Lebensmittel oder auch Medikamente als sonst gekauft haben. Unter den 18 bis 29-jährigen Befragten beantworteten rund 43 Prozent dies mit „Ja“. 34 Prozent der Teilnehmer zwischen dreißig und 39 bejahten ebenfalls. Bei den fünfzig bis 59-jährigen Befragten allerdings waren es nur 15 Prozent und bei der Gruppe Ü-60 lediglich neun Prozent. Hier zeigt sich folglich, dass die Hamsterkäufe vor allen Dingen von Menschen zwischen 18 und 39 angetrieben wurden. Haushalte mit hohem Einkommen hamsterten darüber hinaus mehr als jene, bei denen weniger finanzielle Mittel vorhanden sind.

Die Gründe für diese Verteilung

Natürlich lässt sich anhand dieser Zahlen nicht ableiten, dass jüngere Menschen alleine aufgrund ihres Alters anfällig für Hamsterkäufe sind. Das Besorgen von Medikamenten, Lebensmitteln und Drogerieartikeln über den eigenen Bedarf hinaus könnte, so einige Experten, auch mit der Tatsache verknüpft sein, dass junge Menschen mit Kindern in einem Haushalt leben. Gerade Eltern greifen vermutlich öfter vorsorglich zu Fiebersaft und Co., wenn das Risiko einer Erkrankung ihres Kindes besteht. Die Verantwortung für Kinder und weitere Haushaltsmitglieder scheint folglich ein wichtiger Antrieb gewesen zu sein. Seit Ostern zeigt sich jedoch wieder ein entspannteres Bild.
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