Angebots-Skandal: DM kauft bei der Konkurrenz

Was ist den bei den Drogeriemärkten los?

Dass im Einzelhandel schon seit vielen Jahren ein wahrer Konkurrenzkampf herrscht und große und kleine Anbieter um Kunden buhlen, ist wohlbekannt. Als nun jedoch herauskam, welch besondere Methoden die Drogeriekette DM im Rahmen ihrer Einkäufe anwendet, war die Überraschung bei vielen Einzelhändlern und Kunden groß. Nicht nur Hersteller kontaktiert die Kette zur Beschaffung von Waren, sondern auch in Filialen der Konkurrenz wird regelmäßig gekauft.

Produkte von der Konkurrenz in den eigenen Regalen

So kommt es vor, dass der Einkaufsabteilung der großen Kette Konkurrenzangebote vorliegen, die sich eigentlich an Endkunden richten. Liegt der Preis für die Ware dabei unter dem des Herstellers, werden die Angestellten regelmäßig in Konkurrenzfilialen geschickt, um Produkte einzukaufen.

Diese wiederum landen dann in den eigenen Regalen und sollen für höhere Gewinne sorgen. DM geht indes offen mit dieser Strategie um. Es gebe Listen, die regelmäßig erstellt würden und sich mit „relevanten Artikel“ der Konkurrenz beschäftigten, so ein DM-Mitarbeiter

Preiskampf 2.0

Bislang kommentierten die großen Mitbewerber Rossmann und Müller das Vorgehen der Kette DM kaum. Auch ist nicht bekannt, dass weitere Unternehmen besonders günstige Artikel in Konkurrenzfilialen aufkaufen. Fakt ist jedoch, dass dieses Vorgehen den Kampf um Margen und Gewinne in der Einzelhandelsbranche weiter verdeutlicht. Auch wenn es sich nur um geringe Beträge handelt, können diese bereits einen nennenswerten Unterschied machen. DM selbst sieht in seinem Vorgehen kein schädigendes Verhalten.

(Foto:© Zerbor)