Weihnachtsmärkte in Deutschland

Schriftzug Weihnachtsmarkt

Wenn es nach gebrannten Mandeln duftet, der Glühwein dampft und im Hintergrund stimmungsvolle Weihnachtsmusik ertönt, dann ist der Weihnachtsmarkt nicht weit. Die festlich herausgeputzten Buden auf repräsentativen Plätzen in Städten und Dörfern sind Anziehungspunkt Nummer eins in der Adventszeit. Hier lässt es sich schlemmen, Geschenke für das Fest werden besorgt und man trifft Familie, Kollegen oder Freunde.
Lesen Sie auch: Weihnachtseinkäufe stressfrei erledigen

Berühmte Weihnachtsmärkte in Deutschland

  • Aachener Weihnachtsmarkt
    mit ca. 120 Ständen
  • Augsburger Christkindlesmarkt seit 1498
  • Bautzener Weihnachtsmarkt seit 1384
  • Berliner Weihnachtsmärkte (mehr als 50 Weihnachtsmärkte in der ganzen Stadt)
  • Braunschweiger Weihnachtsmarkt seit 1500
  • Chemnitzer Weihnachtsmarkt
    mit 200 Ständen
  • Dortmunder Weihnachtsmarkt
    mit 300 Ständen
  • Dresdner Striezelmarkt seit 1434
  • Erfurter Weihnachtsmarkt mit 200 Ständen
  • Essener Weihnachtsmarkt mit 250 Ständen
  • Frankfurter Weihnachtsmarkt seit 1393
  • Hannoveraner Weihnachtsmarkt seit 1813
  • Kölner Weihnachtsmärkte
    (6 Weihnachtsmärkte)
  • Leipziger Weihnachtsmarkt seit 1458

[ Zum Seitenanfang ]

Traditionell beginnen die meisten Märkte am Montag nach dem Totensonntag und dauern bis kurz vor dem Weihnachtsfest an. Hin und wieder eröffnen die Christkindelmärkte auch nur kurzzeitig an Adventswochenenden oder auf einer Burg, einem Kloster bzw. Schloss. Die lange Tradition der Weihnachtsmärkte findet sich vor allem nahe dem Erzgebirge wieder. Neben dem Striezelmarkt in Dresden sind in dieser Region vor allem die kleinen örtlichen Adventsmärkte in Schneeberg und Annaberg-Buchholz berühmt und locken jedes Jahr unzählige Besucher in die Bergbauregion mit der typischen erzgebirgischen Volkskunst. Wesentlich größer und bekannter sind jedoch der Christkindelmarkt in Nürnberg, der Aachener Weihnachtsmarkt oder auch der Erfurter und der Hamburger Weihnachtsmarkt. Tausende anderer Plätze verwandeln sich ebenso deutschlandweit in kleine Weihnachtswelten.

Der Ursprung des Weihnachtsmarkts liegt im Mittelalter

Familie auf dem Weihnachtsmarkt
Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt macht der
ganzen Familie Spaß - Foto: © drubig-photo

Weihnachtsmärkte wie wir sie heute kennen, existieren erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Doch ihre Wurzeln gehen auf spätmittelalterliche Messen zurück. Damals hielt man kurzzeitig Märkte ab, um Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs für den Winter zu besorgen. Erst während des 14. Jahrhunderts entstand der noch heute gängige Brauch, auch Handwerker und Korbflechter, sowie Bäcker für Süßwaren auf den Märkten mit ihren Ständen zuzulassen. Schon damals erwarben die Menschen auf diesen Verkaufsmessen Spielzeug für die Kinder oder andere Geschenke.

Festlich geschmückte Buden mit weihnachtlichen Produkten

Wie winzig kleine Städte wirken die Weihnachtsmärkte mit ihren stimmungsvoll geschmückten Buden und Ständen. Dort wird inmitten von geschäftigem Treiben allerlei Festliches verkauft: Handwerkskunst und Spielzeug, warme Wollsocken oder Christbaumkugeln - auf einem Adventsmarkt gerät einfach jeder in Weihnachtsstimmung. Ganz klassisch untermalt ein festliches Kulturprogramm die Märkte. Chöre treten auf, der Weihnachtsmann oder das Christkind verteilen kleine Geschenke an die Kinder und Orchesterklänge ertönen auf Bühnen oder Balkonen. Inmitten der stimmungsvollen Weihnachtswelt thront meist ein übergroßer Weihnachtsbaum, der nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt. Im Erzgebirge, welches traditionell sehr mit dem Bergbau und der Weihnachtszeit verbunden ist, werden meterhohe geschnitzte Pyramiden auf den Märkten präsentiert. Häufig entdecken die Besucher Krippenspiele oder ähnliche Weihnachtsmotive wieder.

Von Aachener Printen bis Zuckerstangen - Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt

Die Namen für den Weihnachtsmarkt variieren von Region zu Region. Mancherorts wird er Christkindelmarkt genannt, anderenorts Adventsmarkt. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Gaumenschmaus in Form von Spezialitäten. Es duftet nach Lebkuchen, Plätzchen und kandierten Äpfeln. Neben den Süßwaren, die vor allem Kinderherzen höher schlagen lassen, wärmen Glühwein und Feuerzangenbowle die Besucher des Weihnachtsmarktes in der klirrenden Kälte. Räucherware und Bratwurst sind ebenfalls willkommene Schmankerl.

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gehört in nahezu allen Familien zum traditionellen Bestandteil der Adventszeit. Die Stimmung ist einzigartig und verbreitet einfach nur Vorfreude auf die Festtage.
Foto: © Jyll, Text: C. D., Alle Angaben ohne Gewähr!

[ Zum Seitenanfang ]