Kinderbetreuung im Shoppingcenter

Kinderbetreuung

Mit jüngeren Kindern am Rockzipfel einkaufen zu gehen, ist für Eltern nicht wirklich entspannend. Schnell sind die Kleinen gelangweilt und fangen an zu quengeln. Außerdem können sie nur kurz mit dem Tempo der Eltern mithalten. Wer nicht auf liebevolle Großeltern oder einen Babysitter während der Shoppingtour zurückgreifen kann, nutzt gern das Angebot der Kinderbetreuung zahlreicher Shoppingcenter. So lässt sich auch bequem die zehnte Jeans anprobieren, während das Kind gemeinsam mit anderen geschäftig spielt.
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Kinderbetreuung als Service der Shoppingcenter

Seit langem ist dem Handel bekannt, dass gestresste Eltern schneller die Läden verlassen und dementsprechend weniger einkaufen. Die Reaktion darauf sind die Kinderparadiese, die viele Shoppingcenter unterdessen als Serviceleistung anbieten. Entweder kostenlos oder gegen einen geringen Unkostenbeitrag werden die Kinder stundenweise in speziell eingerichteten Räumen von professionellem Personal betreut. Währenddessen können die Eltern in Ruhe und ohne Druck einkaufen. Die Betreuungszeiten der Kinderparadiese richten sich in der Regel nach den Öffnungszeiten des Shoppingcenters. Beschäftigung finden meist Kinder im Alter von drei bis neun Jahren durch ein Bällebad, eine Bastelecke oder auf der Hüpfburg. Selbst Kicker, Rutschen oder kleine Kinovorführungen gehören zum Repertoire der Kinderbetreuung. Liebevolles Personal kümmert sich um die Bedürfnisse der Mädchen und Jungen. Außerdem verfügen die Betreuer meist über Kenntnisse in Erster Hilfe bei Kindern und können im Falle einer Verletzung o.ä. als Ersthelfer fungieren.

Die Sicherheit der Kinder steht an erster Stelle

Eltern geben ihre Kinder nur dann in eine ihnen unbekannte Betreuung, wenn sie das Gefühl haben, ihre Kleinen sind sicher aufgehoben. Dafür müssen sich die Eltern vergewissern, dass die Tochter oder der Sohn auch gern dorthin gehen möchte und nicht die ganze Zeit weint und nach seinen Eltern fragt. Sobald die Kinder in die Betreuung durch das Personal gegeben werden, müssen in den meisten Shoppingcentern alle wichtigen Daten angeben und zusätzlich der Ausweis vorgezeigt werden. Eltern und Kinder erhalten nicht selten einen gemeinsamen Stempel, Aufkleber oder eine Nummer. Auch Abholscheine werden zum Teil ausgegeben. Schließlich soll niemand ein Kind "abholen", welches nicht zu ihm gehört. In manchen Kinderparadiesen werden ein Getränkeservice und kleine Snacks für die tobenden Kinder angeboten, andere bitten darum, entsprechend Essen und Trinken für die Dauer der Betreuung mitzugeben. Eltern sollten das Personal im Kinderparadies immer auf Allergien oder wichtige Krankheiten des Kindes hinweisen.

"Der kleine Paul möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden"

Wenn einmal ein Kind zu viel Sehnsucht nach Mama oder Papa verspürt, müssen die Eltern für die Betreuer der Kinder erreichbar sein. Aus diesem Grunde können meist nur Jungen und Mädchen im Kinderparadies abgegeben werden, deren Eltern ein Handy mitführen. Gibt es in dem Geschäft keine Möglichkeit für Durchsagen per Lautsprecher oder ist der Empfang bei Mobiltelefonen gestört, händigen einige Kinderparadiese Pieper aus, durch welche die Eltern zur Abholung aufgefordert werden.

Nicht alle Shoppingcenter und Kaufhäuser bieten diesen Service

Gefällt den Kindern der Aufenthalt im Kinderparadies, gewinnen alle durch die Kinderbetreuung. Eltern können in Ruhe und entspannt einkaufen, die Kleinen müssen nicht an langweiligen Einkaufsbummeln der Eltern teilnehmen und der Handel gewinnt durch mehr Umsätze zufriedener Kunden. Die Kinderbetreuung im Einkaufszentrum ist ein Trend, der auch in Zukunft weiter ausgebaut wird. Dennoch haben noch längst nicht alle Einkaufspassagen und Konsumtempel dieses Konzept übernommen und bieten lediglich ab und zu kleine Spielbereiche oder Fernsehecken ohne Aufsicht für die Kinder an.
Foto: © Robert Kneschke / Text: C. D.

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