Einkaufen mit Kinderwagen

Einkaufen mit Kinderwagen

Wie schön könnte es sein, mit dem Kinderwagen spazieren zu gehen und dabei ein wenig zu shoppen. Die Realität präsentiert sich Eltern leider nicht immer so beschaulich. Drehkreuze im Eingangsbereich von Supermärkten, enge Gänge oder ungeduldige Kunden in der Warteschlange der Kasse treiben Eltern, die mit einem Kind im Kinderwagen einkaufen gehen, regelmäßig Schweißperlen auf die Stirn.

Tipps für den Einkauf mit Kinderwagen

Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie das Einkaufen samt Kinderwagen stressfreier wird.

Den Kinderwagen mit ausreichend Stauraum versehen

Viele Kinderwagenmodelle haben ein ausgeprägt modernes Design, zahlreiche technische Raffinessen und sind top schick. Doch geht es daran, einen Einkauf darin zu verstauen, kommen sie schnell an ihre Grenzen. Häufig befinden sich nur kleine Staufächer statt eines belastbaren Korbes unter der Sitzfläche. Netze und spezielle Einkaufstaschen für den Lenker lassen sich preiswert als zusätzliche Staumöglichkeit für Einkäufe nachrüsten. Die Besorgungen müssen aus Sicherheitsgründen immer so verpackt werden, dass der Wagen nicht ins Kippen gerät und das Kind keiner Gefahr ausgesetzt wird. Schwere Gegenstände gehören beispielsweise in den unteren Bereich des Wagens statt an den Lenker oder auf das Dach gestapelt.

Zusätzliche Tragemöglichkeiten für die Einkäufe nutzen

Ein Kinderwagen hat nur begrenzt Stauraum zur Verfügung, daher lohnt es sich, weitere Taschen für die Besorgungen mitzuführen. Optimal sind Rucksäcke, die das Gewicht praktisch auf dem Rücken verteilen. Auch Taschen mit langen Henkeln eignen sich hervorragend, um sie über der Schulter zu tragen und damit die Hände für den Kinderwagen und das Baby freizuhaben. Wer es versteht, mit einer Hand den Buggy oder den Wagen samt Kind zu schieben, nutzt auch gern Einkaufstrolleys um größere Einkäufe nach Hause zu befördern.

Geschäfte mit Bedacht auswählen

Nicht immer lässt es sich umgehen, ein für Kinderwägen ungeeignetes Geschäft zu meiden. Wer jedoch die Wahl hat, sollte auf den Besuch in schlecht zugängigen oder zu engen Läden und Supermärkten verzichten. Rolltreppen oder viele Stufen erschweren den Einkauf unnötig. Mitunter gibt es jedoch Fahrstühle oder separate Einlässe für Kinderwagen in zahlreichen Shops. Behindert ein Drehkreuz im Eingangsbereich den Zugang, sollten sich Eltern keinesfalls scheuen, eine Angestellte um die Öffnung zu bitten. Gerade kleinere Geschäfte, wie ein Bäcker- oder Schreibwarenladen, können mit kinderwagenfreundlichen Bedingungen aus nachvollziehbaren Gründen nicht punkten. Eltern haben dann keine Wahl. Sie müssen den Wagen vor dem Geschäft stehen lassen und das Kind auf dem Arm tragen bzw. die Softtragetasche mancher Modelle samt schlafendem Kind mitnehmen. Vor Diebstahl schützen handelsübliche Fahrradschlösser, mit denen der Wagen kurzzeitig sicher an einem Verkehrsschild oder einem Fahrradständer fixiert wird.

Über Alternativen nachdenken

Wem die Option offen steht, nutzt für den großen Wochenendeinkauf besser das Auto oder verteilt die notwendigen Besorgungen auf mehrere kleine Einkäufe. Um im Geschäft gerade mit sehr kleinen Kindern und einem Einkaufswagen unbeschwert zu shoppen, bieten sich Tragetücher oder Tragevorrichtungen für die Kleinsten an. Ebenso halten unterdessen größere Geschäfte und Discounter spezielle Einkaufswägen mit Babyschale für Eltern mit Säuglingen vor. Der Kinderwagen lässt sich währenddessen vor dem Geschäft gesichert parken oder kann in größeren Einkaufspassagen auch oft an der Information abgestellt werden.

Nicht von anderen Kunden aus der Ruhe bringen lassen

Am einfachsten kaufen Eltern samt ihrer kleinen Begleiter im Wagen stressfrei ein, wenn sie sich nicht von anderen Kunden unter Druck setzen lassen und ein großes Stück Gelassenheit an den Tag legen. So dauert es eben ein wenig länger, bis alle Stücke auf dem Kassenband liegen oder das schwitzende und nörgelnde Baby im Wagen noch schnell beruhigt werden muss.
Foto: © ARTENS, Text: C. D.

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